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Aus Rost-ROT mach strahlend-BLAU – 13.08.2010
Vor 10 Wochen wurde die GST AC unterrichtet, dass der GKW1 unseres OVs für die nächsten
2-3 Monate nicht zur Verfügung stehen wird. Der MB 1113 mit Baujahr 1987 hatte zwar noch nicht seine Ablegereife
erreicht, aber der Zustand des KFZ war bedenklich.
In unserer Region wird in der Winterzeit die Arbeit der Schneeschilder durch den Einsatz von Streusalz großzügig
unterstützt. Unsere Unterkunft verfügt über keinen Waschplatz mit Ölabscheider und auch keine geheizten
Hallen. So hatte das Salz jedes Jahr viele Monate zeit, an allen Ecken und Enden das Blech zu oxidieren.
Angefangen mit verrosteten Bracken und etlichen Rostflecken an Fahrwerk und Aufbau waren die Türen, die
Kotflügel, die Unterkisten und der Rückwand Schwerpunkt unserer Arbeit. Die 1.BG, allen voran Gruppenführer
Alexander Baumgarten, hat viel Zeit und Schweiß in die Wiederherrichtung ihres Fahrzeugs gesteckt. Besondere Unterstützung
kam von Thomas Hentz und Oliver Meisen.
Bracken: Nach der Beseitigung der einzelnen Rostflecken sahen die Bracken aus wie ein Flickenteppich. Also wurde entschieden,
den gesamten Lack runterzuholen, Unebenheiten auszugleichen und alles neu zu lackieren. Final sollten dann noch die weißen
Streifen gem. DV angebracht werden.
Türen: Mit den Jahren hatte sich immer wieder Wasser in der unteren Falz des Deckbleches angesammelt. Die
Türverkleidungen wurden geöffnet, der Innenraum mechanisch gereinigt und mit Fertan behandelt. Das Deckblech
wurde im unteren Bereich herausgetrennt und durch ein Neues ersetzt. Spachtel, Grundierung und Lack drauf. Zum Schluss
wurden alle Ritzen und Spalten mit Karosseriekleber versiegelt.
Kotflügel: Überrascht waren die Helfer, dass die Kotflügel auch mit 2 statt 6 Schrauben halten. Die M10er
Löscher waren mittlerweile auf 5Zoll aufgerostet. Die Schadstellen wurden durch neue Bleche ersetzt, in welche
anschließend neue Langlöscher eingearbeitet wurden. Der gesamte alte Lack wurde entfernt. Fertan, Spachtel,
Grundierung und Lack – nach dem Einbau noch Unterbodenschutz – das sollte reichen.
Unterkisten: Um weiterhin keine Schneeketten, Kanister oder anderes Material während der Fahrt zu verlieren, wurden
an sämtlichen Kisten die Scharniere ausgetauscht. Der alte Lack musste runter, dann wieder Spachtel, Grundierung und
Lack drauf. Zum Schluss wurden alle Ritzen und Spalten mit Karosseriekleber versiegelt und nach dem Einbau der Spritzbereich
hinter den Reifen mit Unterbodenschutz behandelt.
Rückwand: Durch immer wieder eindringendes Wasser bildeten sich hinter dem Deckblech regelrechte Rostberge, die langsam
aber sicher nach außen durchdrückten. Auch betroffen waren die Riegel der hinteren Bracke. Der gesamte Bereich wurde
herausgetrennt und durch neues Material ersetzt.
Während der gesamten Zeit stand uns ein KFZ Sachverständiger zur Seite, der mögliche Schäden an tragenden
Teilen bewerten und uns ggf. zulässige Reparaturen vorschlagen konnte. Gott sei Dank gab es aber keine Materialschänden
in sicherheitsrelevanten Bereichen.
Zum vergangen Fkwitag wurde dann endlich das Fahrzeug wieder in Dienst gestellt. Jetzt sind wir bereit, auch noch die nächsten
10 Jahre mit unserem „alten Schätzchen“ gute Arbeit zu leisten.


©Rabe - OVHUR
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