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Zu Land, zu Wasser und in der Luft - 29.08.2010
Im Rahmen der verlagerten Standortausbildung hat unser Ortsverband die Aufgabe angenommen,
3 Möglichkeiten zur Überquerung der Rur zu installieren. 32m Wasserfläche trennen die beiden
Ufer an der ausgesuchten Stelle. Ca.120cm an der tiefsten Stelle. Bereits im Mai wurde bei der unteren
Landschaftsbehörde die Genehmigung zu dieser Aktion beantragt. Da das Übungsgelände im Bereich
Ruraue liegt waren besondere Auflagen zu erfüllen.
1. BG und EGS: Im EGS Handbuch sind freitragende Brücken mit dem Material der EGS
Sätze 1-4 für eine Distanz von 9m beschrieben. Die Breite der Rur mit 32m war damit für uns
eine besondere Herausforderung. Neben den in unserem Ortsverband vorhandenen Sätzen 1-3 wurden im Vorfeld
die Sätze 1-4 aus dem OV Nörvenich und der EGS Turm der GST Aachen organisiert. Der Anfang war wie
für die 9m Brücke beschrieben mit Kontergewicht ausgelegt. Ab dem 3. freitragenden Bauteil fing der
Lerneffekt an. Nach jeweils 9m wurden 2 zusätzliche Stützen auf den Grund des Flusses abgesenkt, um
damit das Anfangsportal zu entlasten. Ankerleinen rechts und links sollten die Querschwingungen auffangen. Leider
sind wir nur bis zum Element 9 (23m Brückenlänge über dem Wasser) gekommen, bevor die Konstruktion
unkonventionell zurückgebaut werden musste. Die anschließende Analyse brachte wertvolle Erkenntnisse
für eine 2. Auflage dieser Übung.
Vorher eingeplanter Materialbedarf:
| Material |
6m |
9m |
33m |
| Gewindefußplatten |
12 |
12 |
12 |
| Anfangsstücke |
12 |
12 |
12 |
| Vertikalstiel 100 |
2 |
4 |
20 |
| Vertikalstiel 150 |
2 |
4 |
20 |
| Vertikalstiel 300 |
4 |
4 |
4 |
| Riegel 100 |
12 |
14 |
30 |
| Riegel 300 |
20 |
28 |
92 |
| Diagonale 1,0 x 2,0 m |
4 |
4 |
4 |
| Diagonale 3,0 x 2,0 m |
8 |
12 |
44 |
| Bodenbeläge 300 x 32 cm |
8 |
10 |
26 |
| Bodenbeläge 300 x 24 cm |
4 |
5 |
13 |
| Bodenbeläge 100 x 32 cm |
2 |
2 |
2 |
| Federstecker |
2 |
4 |
20 |
| Gerüstrohr 3,5 m |
0 |
1 |
9 |
| Kontergewicht |
1 |
1 |
1 |

Unsere Junghelfer unter der Leitung von Guido Jörres wurden beauftragt eine
Hängebrücke parallel zur EGS Brücke zu bauen. Unterstützt durch die 2.BG wurden
zunächst die Rundholzportale mit Dreiböcken errichtet und die Greifzugseile zwischen 2
Fahrzeugen (als Kontergewicht) gespannt. Entsprechend der Tabelle in der THW-Fibel wurden die Schaukeln
gebunden und die Bohlentafeln befestigt. So ging es Stück für Stück dem anderen Ufer
entgegen. Motiviert von den anwesenden Eltern erreichten die Jugendlichen die andere Seite und konnten
ihren Auftrag mit den letzten sichernden Maßnahmen abschließen.
Natürlich konnte es keiner der Anwesenden erwarten, die Brücke selber auszuprobieren.
Vorher eingeplanter Materialbedarf:
| Material |
8 Schaukeln |
| Bohlen (4 x 20cm; 4,0-4,5m) |
20 Stk |
| Riegelhölzer (D=6-8cm; 1,5m) |
17 Stk |
| Schäkel/Ringe |
20 Stk |
| Arbeitsleinen (k) für Schaukeln |
40 Stk |
| Leinen für Zug-/Tragösen |
16 Stk |
| Riegelhölzer für Schaukeln |
8 Stk |
| Arbeitsleinen (k) für Konstruktion |
16 Stk |
| Arbeitsleinen (l) für Konstruktion |
12 Stk |
Die FGrW hatte ihre Aufgabe als erste gelöst. Mit der Seilwinde des MAN und dem
mitgeführten Schlauchboot war die Fährverbindung bereits nach 45min hergestellt. Sehr zum Vorteil
der anderen Baustellen, weil dadurch die Überführung von Material zwischen den Ufern sichergestellt
wurde. Glücklicherweise war die Strömung in diesem Bereich nicht zu groß, sodass einige
Touren auch mit reiner Muskelkraft bewältigt werden konnten. Zur Unterstützung der anderen Gruppen
erklärten sich die Helfer unserer Fachgruppe zuständig, die Würstchen und Getränke für
alle Teilnehmer bereitzuhalten.
Vorher eingeplanter Materialbedarf:
| Material |
Fähre und Sonst. |
| Schlauchboot |
1 Stk |
| Paddel |
6 Stk |
| Wasserleinen |
8 Stk |
| Seilrolle |
1 Stk |
| MAN Ldkr mit Seilwinde |
1 Stk |
| Grill mit Zubehör |
Div |
| Getränke mit Zubehör |
Div |
| "Zeltset MAN" |
2 Stk |
Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurden alle Aufgaben zurückgebaut.
Die Gerüstteile wurden sortiert und auf Schäden kontrolliert. Die Leinen wurden zum
Trocknen vorbereitet und alles auf den Fahrzeugen verlastet.
Das Wetter hat uns die ganze Woche Zittern lassen, ob die Grundstücke diesseits und jenseits mit unseren
Fahrzeugen befahrbar sind, und ob wir nicht permanent dem Regen ausgesetzt sein müssen. Aber wir hatten
Glück. Nur 2 kurze Regenschauer, bevor sich dann nach dem Abbau die Schleusen endgültig öffneten.
Nach dem Eintreffen an der Unterkunft packten noch mal alle mit an, sodass nach einer ¾ Stunde sämtliches
Material wieder an seinem Platz, alle Fahrzeuge geputzt und die nassen Sachen zum Trocknen aufgehängt waren.
Alles in Allem eine sehr gelungene Veranstaltung.
Abschließend möchten wir uns beim OV Nörvenich (besonders bei Daniel für den Transport und die
Unterstützung beim Bau) für die Bereitstellung ihres eigenfinanzierten EG-Systems bedanken. Außerdem
beim OV Düren für die Bereitstellung des EGS Turms der GST und den beiden Landwirten für die Nutzung
der Wiesen an beiden Ufern.
weitere Bilder folgen in der Galerie
©Rabe - OVHUR
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